Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen

 

Elektrische Anlagen und Betriebsmittel unterliegen einem natürlichen Verschleiß und die eingesetzten Materialen durchlaufen einen natürlichen Alterungsprozess, welcher einen gewissen Einfluss auf die Funktionssicherheit hat. Um den sicheren und korrekten Betrieb zuverlässig zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Prüfung elektrischer Anlagen nach der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 3 notwendig. Diese ist aus der ehemaligen Vorschrift BGV A3 hervorgegangen. Sie dient vor allem der Unfallverhütung und dem Brandschutz in elektrischen Anlagen. Diese Vorschrift legt beispielsweise Prüfarten und Prüffristen fest und in den dort aufgeführten Durchführungsanweisungen wird dargestellt, wie diese Prüfungen umgesetzt werden müssen, um die fortlaufende Sicherheit dieser Anlagen zu gewährleisten.

 

Wie wird eine Prüfung elektrischer Anlagen im Allgemeinen durchgeführt?

Die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen wird zum einen als regelmäßige Sichtprüfung auf rein äußerlich erkennbare Mängel durchgeführt. Dazu ist auch das Bedienpersonal im normalen Betrieb angehalten. Darüber hinaus ist die Prüfung und Messung von Isolationswiderständen, Schleifenwiderständen sowie eine allgemeine Funktionsprüfung notwendig. Diese Überprüfung muss von autorisiertem Fachpersonal durchgeführt werden, welches zu dieser Prüfung elektrischer Anlagen auch berechtigt ist. Im Normalfall macht sich aller vier Jahre die Erstellung eines neuen Protokolls inklusive vorheriger Prüfung elektrischer Anlagen notwendig. Zu jeder weiteren Prüfung elektrischer Anlagen muss ebenfalls immer ein Prüfprotokoll angefertigt werden. Moderne Prüfgeräte unterstützen die Arbeit der Prüfer und helfen bei der zeitgemäßen Dokumentation aller Prüfungsergebnisse. Die von TÜV und Berufsgenossenschaften geforderte Dauerüberwachung von ortsfesten elektrischen Anlagen lässt sich mit modernen Differenzstrommessverfahren gewährleisten. Diese sind sowohl für geerdete Netze, wie beispielsweise TN-S-Systeme als auch für ungeerdete Netze, wie es bei IT-Systemen der Fall ist, das Mittel der Wahl, wenn elektrische Anlagen beispielsweise auf Flughäfen, in Chemieanlagen, Kraftwerken, Rechenzentren oder Intensivstationen nicht ohne Weiteres abgeschaltet werden können.

Nachteile für die Betreiber bei der Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen

Normalerweise besagt die Norm, dass die Anlagen vor einer Prüfung der Isolationswiderstände zwischen aktiven Leitern und dem mit der Erde verbundenen Schutzleiter abgeschaltet sein müssen. Darüber hinaus sind Überspannungsschutz-Einrichtungen und ein Großteil der Betriebsmittel abzuklemmen, damit sie nicht beschädigt werden. Eine Prüfung elektrischer Anlagen im geerdeten Netz gestaltet sich oft schwierig, da die manchmal schwer zugängliche PEN-PE-Verbindung, als zentraler Erdungspunkt entfernt werden muss. Anschließend wird mittels Gleichstrom der Isolationswiderstand gemessen. Durch die Abschaltung der Anlage kommen oft hohe Kosten und Verluste auf den Betreiber einer Anlage zu, die je nach Größe und Bedeutung erheblich sein können. Deshalb erlaubt der Gesetzgeber die Alternative durch Dauerüberwachung mit Isolationsüberwachungsgeräten im Rahmen der Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen. In der entsprechenden Gesetzesvorschrift 3 der DGVU heißt es dazu sinngemäß, dass ortsfeste elektrische Anlagen und Betriebsmittel als ständig überwacht gelten, wenn diese permanent von Elektrofachkräften gewartet und instand gehalten und im Rahmen des Betreibens durch messtechnische Maßnahmen überwacht werden.

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Vorteile von Dauermessverfahren

Der Vorteil dieser Messverfahren für die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen liegt darin, dass sie nicht gleich beim ersten Fehler die Anlage komplett abschalten, sondern erst einmal einen Alarm auslösen, sodass der Betreiber zunächst die Handlungsoption hat, den Fehler zu beseitigen, bevor ein größerer Schaden entsteht. Diese Mängelbeseitigung sollte dann aber sofort erfolgen. Die kontinuierliche Messung von Differenzstrom oder Isolationswiderstand mit anschließender Weiterleitung der Daten zu einer zentralen Auswertungsstelle hilft, eventuelle Fehler in der Isolation schneller aufzudecken und gegebenenfalls durch eine entsprechende Elektrofachkraft beseitigen zu lassen. Bei einer, durch diese Maßnahmen überwachten Anlage, können die Fristen für die Wiederholungsprüfung in Energieverteilungsnetzen und Industrieanlagen für die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen praxisorientiert angepasst werden. Aufgrund der dauerhaften Prüfung der Isolationswiderstände können erhebliche Kosten eingespart werden, die beim Herunterfahren und wieder Hochfahren von Chemieanlagen und ähnlichen Betrieben normalerweise entstehen.

Mehr Komfort und Sicherheit durch IT-Systeme

Für die dauerhafte Prüfung elektrischer Anlagen werden vor allem in größeren Firmen mit einem RCM-System zur Überwachung des Differenzstromes ausgerüstet. Falls eine messbare Veränderung im Ableitstrom auftritt, die auf eine Verschlechterung der Isolation hinweist, erhält der Betreiber eine Warnmeldung per E-Mail. Ungeerdete IT Systeme bieten dem Betreiber darüber hinaus aber noch weitere Vorteile. Es bietet eine hohe Versorgungssicherheit, denn ein erster kleiner Isolationsfehler führt nicht gleich automatisch zum Abschalten der ganzen Anlage und deshalb kann diese erst einmal weiter betrieben werden. Diese Tatsache ist gerade für so sensible Bereiche, wie OP-Säle und Intensivstationen besonders wichtig. Ein im IT-System installiertes Isolationsüberwachungsgerät erfüllt die speziellen Anforderungen innerhalb einer Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen, die sich aus den Vorschriften DIN VDE 0105-100 ergeben. Aufgrund der permanenten Überwachung kann bei Niederspannungsanlagen bis 1000 Volt auf zusätzliche Maßnahmen nach DIN VDE 0100-410 Schutz gegen elektrischen Schlag verzichtet werden. Der Verzicht auf diese Fehlerstrom-Schutzeinrichtung spart Kosten und verringert den Prüfaufwand bei der wiederkehrenden Prüfung elektrischer Anlagen. Durch die niedrig-ohmige Verbindung zwischen N und PE bei einem IT-System können infolge eines ersten Fehlers keine gefährlich hohen Fehlerströme fließen und dieser Umstand verringert nicht nur die Stromschlaggefahr, sondern auch erheblich die Gefahr von Kabelbränden. Allerdings darf die Berührungsspannung nicht die 50 Volt Grenze überschreiten, wenn infolge von Ableitströmen ein erster Körperschluss erfolgen sollte.

Vereinfachte Dokumentation von fortlaufenden Prüfungsergebnissen

Die Nutzung von IT-Systemen vereinfacht die Dokumentation im Rahmen der Prüfung elektrischer Anlagen erheblich, denn die Messergebnisse stehen permanent zur Verfügung. Sie können visualisiert und in einem Rechenzentrum ausgewertet werden oder in einer Messwarte angezeigt, je nachdem, um welche Betriebseinrichtung es sich dabei handelt, die den Vorschriften zur Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen unterliegt. Der Betreiber hat seine elektrischen Anlagen über PC oder Tablet praktisch immer im Blick. Dadurch können die Prüftermine für die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen an die Bedürfnisse der einzelnen Firmen angepasst werden. Das führt zu niedrigeren Ausfallzeiten und besonders bei großen Firmen zu erheblichen Kosteneinsparungen. Die Prüfung elektrischer Anlagen beschränkt sich somit auf das Wesentliche und der Betrieb kann routinemäßig weiterlaufen. Die Aufzeichnungen dienen gleichzeitig als Nachweise für das Prüfprotokoll.

Die Funktionsprüfung im Rahmen einer Prüfung elektrischer Anlagen

Eine besondere Rolle bei der Prüfung elektrischer Anlagen spielt die Funktionsprüfung. Bei einer Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen auf Funktion geht es darum festzustellen, ob das gesamte System einer elektrischen Anlage ordnungsgemäß funktioniert und im Störungsfall rechtzeitig die unterschiedlichsten Alarme ausgelöst werden oder installierte Sicherheitssysteme zuverlässig ihren Dienst erfüllen. Im Rahmen einer Prüfung elektrischer Anlagen auf ihre ordnungsgemäße Funktion werden verschiedene Szenarien simuliert, um alle für die Sicherheit zuständigen Elemente zu überprüfen. Dazu gehört beispielsweise die Gehäusespannung bei einem Kurzschluss, die Funktion von RCD Schutzschaltern, Brandhemmern oder Erdungssystemen. Den Abschluss einer Funktionsprüfung bildet die Aufnahme entsprechender Messwerte, die eingehalten werden müssen, um die Sicherheit des Gesamtsystems zu gewährleisten.

Leistungsfeststellung und Veränderungen an elektrischen Anlagen

Bei einer Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen auf Funktion wird außerdem der vorhandene Leistungsumfang festgestellt. Wenn die Anlage eventuell seit der letzten Prüfung für ortsfeste elektrische Anlagen verändert worden ist, verändern sich auch diese Leistungsparameter und müssen neu aufgenommen werden. Sollten dabei Mängel festgestellt werden, muss der Anlagenbetreiber dieser in der entsprechenden Frist beseitigen, um eine vollständige Abschaltung zu verhindern. Durch die Prüfbescheinigung nach DIN VDE 0105 für die Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen ist der Betreiber rechtlich abgesichert, da Risiken und Mängel rechtzeitig erkannt und abgestellt werden können.

Prüfung ortsfester elektrischer Anlagen vor Erstinbetriebnahme

Die regelmäßige Pflichtüberprüfung nach DIN VDE 0105 beziehungsweise 0100 ist von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung unter DIN VDE herausgegeben worden. Von der Prüfung elektrischer Anlagen sind auch solche betroffen, die neu in Betrieb genommen werden sollen. Diese müssen vom Betreiber schon vor der ersten Inbetriebnahme einer Prüfung für ortsfeste elektrische Anlagen durch geeignete Experten unterzogen werden. Dadurch lässt sich schon im Vorfeld der Leistungsumfang der neuen Anlage ermitteln und die dafür relevanten Messwerte für die regelmäßigen Prüfungen für ortsfeste elektrische Anlagen festlegen. Außerdem können Mängel schon vor der Inbetriebnahme entdeckt und beseitigt werden, bevor es überhaupt zu Störungen oder Unfällen kommen kann. Eventuelle Gefahren werden dadurch rechtzeitig erkannt. Das schützt vor allem das Personal der Anlagen vor Unfällen und Gefahren, da es sich betriebsbedingt in unmittelbarer Nähe der Betriebsanlagen aufhält. Alle Überprüfungen dürfen nur von extra dafür ausgebildeten Fachexperten durchgeführt werden.

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