DGUV Vorschrift 3

Aus der ehemaligen BGV A3 wurde 1979 die so genannte DGUV Vorschrift 3. Sie stellt die Unfallverhütungsvorschrift für elektrische Anlagen und Maschinen dar und regelt ganz konkret, wie in Unternehmen damit umgegangen werden muss. Kurz gesagt: Es handelt sich hierbei um eine Anweisung, wie mit entsprechenden Anlagen und Maschinen zu verfahren ist, damit so wenige Unfälle wie möglich passieren. Grundsätzlich sollen die Unfallverhütungsvorschriften vor allem also die Mitarbeiter in einem Unternehmen schützen. Die DGUV Vorschrift 3 entspricht also dem Grundsatz der Prävention. (Schwere) Unfälle sollen gar nicht erst geschehen und somit Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen schützen.

DGUV V3 / BGV A3

 

Die DGUV V3 regelt die Grundsätze zunächst ganz allgemein für alle Branchen. Die Zugehörigkeit zu einer Berufsgenossenschaft, die die Einhaltung der UVV verlangt und überprüft, ist allerdings von der Branchenzugehörigkeit des Unternehmens abhängig und erfolgt nach einer Zuteilung bereits bei der Unternehmensgründung.

Für wen gilt die DGUV Vorschrift 3?
Die DGUV Vorschrift 3 ist eine Unfallverhütungsvorschrift (kurz UVV) und gilt für den Umgang mit elektronischen Anlagen und Maschinen in Unternehmen, aber auch für alle nichtelektronischen Arbeiten, die innerhalb der Nähe elektrischer Anlagen und Betriebsmittel durchgeführt werden. Das bedeutet, dass die DGUV V3 auch an jenen Stellen greift, die wegen der räumlichen Nähe zu elektronischen Anlagen in einem Gefahrenbereich liegen. So sind beispielsweise Serverräume oder Stellflächen für Großrechner ebenso an die DGUV V3 gefunden wie alle Arbeiten, die in dieser Nähe durchgeführt werden und für die deshalb besondere Richtlinien und Regeln gelten.

Was sind elektronische Betriebsmittel?
Nach § 2 der DGUV Vorschrift 3 sind alle Gegenstände, die entweder im Ganzen oder in ihren einzelnen Teilen dem Anwenden von elektrischer Energie dienen, so genannte "elektrische Betriebsmittel". Aber auch die elektrische Übertragung, Verteilung und Verarbeitung von Informationen fällt unter den Begriff der elektronischen Betriebsmittel. Das bedeutet, dass auch für Unternehmen, die in der Informationstechnik tätig sind, die DGUV V3 gilt. Die DGUV V3 sieht auch Schutz- und Hilfsmittel als elektrische Hilfsmittel an, wenn an diese Anforderungen gestellt werden, die mit der elektrischen Sicherheit zusammen hängen und deren Erreichung unterstützt. Alle Schutz- und Hilfsmittel, die also nur deshalb benutzt werden, weil sie die Sicherheit der elektrischen Anlagen und Maschinen gewährleisten soll, gelten als elektronische Betriebsmittel.

 

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Welche elektrotechnischen Regeln gelten?
In Satz 2 des § 2 verweist die DGUV Vorschrift 3 auf die so genannte VDE-Vorschrift, die in der Elektrotechnik Anwendung findet. Sie werden als elektronische Regeln zu Grunde gelegt, da sie in der Branche allgemein anerkannt sind. Diese DIN-Normen bezeichnen eine Reihe von Richtlinien für verschiedene Themengebiete (u. a. Nachrichtentechnik, Starkstrom, Elektrische Maschinen, Kabel, Leuchten und Lampen) vom Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (kurz VDE). Satz 2 der DGUV Vorschrift 3 verweist zwar auf die Einhaltung dieser Regeln, stellt aber auch klar, dass andere Maßnahmen zulässig sind. Allerdings muss deren Wirksamkeit nachgewiesen werden, wenn die zuständig Berufsgenossenschaft dies verlangt.

Die DGUV 3 erläutert unter § 4, was gilt, wenn keine elektrotechnische Regel vorhanden ist. Ist eine Gefahr nämlich neu und bisher noch gar nicht als solche erfasst, so kann hierzu auch keine Maßnahme bzw. Regel bestehen. Für diese Gefahren gelten dann allgemeine Absätze:
- Elektrische Anlagen und Betriebsmittel müssen sich in einem sicheren Zustand befinden
- Sie dürfen nur dann benutzt werden, wenn sie den geltenden Sicherheitsanforderungen entsprechen
- Die aktiven Teile (Teile, die unter Spannung stehen) elektrischer Anlagen und Betriebsmittel müssen gegen direktes Berühren geschützt sein (bezüglich Spannung, Frequenz und Verwendungsart), zum Beispiel durch Isolierung
- Ist aktives Berühren nicht zu umgehen, so müssen die elektrischen Anlagen und Betriebsmittel in einen spannungsfreien Zustand versetzt werden können

Kurzum: Lässt sich nicht vermeiden, dass Arbeiten an Maschinen mit gefährlicher Spannung vollzogen werden, so müssen diese Maschinen vom Strom genommen werden können, um die geringste Gefahr für alle Mitarbeiter zu erreichen. die DGUV V3 nennt unter § 8 allerdings einige zulässige Abweichungen von diesen allgemeinen Absätzen, wenn das Erreichen eines spannungsfreien Zustandes vom Unternehmen nicht realisiert werden kann.

 

DGUV Vorschrift 3 Prüfung

DGUV Vorschrift 3 BGV A3

DGUV Vorschrift 3 Prüfprotokoll

 

 

 

 

Die Grundsätze der DGUV Vorschrift 3
Das Unternehmen hat ganz allgemein dafür zu sorgen, dass nur so genannte Elektrofachkräfte die elektrischen Anlagen und Maschinen bedienen (also erreichten, ändern und instand halten). Als Elektrofachkraft gilt jeder, der eine entsprechende Ausbildung nachweisen kann. Beurteilt wird neben der Berufsausbildung auch die Berufserfahrung und die tatsächlichen Kenntnisse. Die DGUV V3 erwartet nachweisbare Qualifikationen. Der Arbeitgeber kann zuvor prüfen lassen, ob die Qualifikation der Mitarbeiter zu Einhaltung der DGUV Vorschrift 3 auch dem entsprechen, was die DGUV als Elektrofachkraft anerkennt.

Wird bei der Überprüfung der UVV festgestellt, dass an einer elektrischen Anlage oder Maschine ein Mangel nach DGUV Vorschrift 3 vorliegt, der zu einem Unfall führen könnte und die Gefahr für die Mitarbeiter erhöht, so ist dieser Mangel unverzüglich zu beseitigen. Ist die Gefahr so brisant, dass keine zeitliche Aufschiebung möglich ist, so muss diese Gefahr vom Unternehmer eliminiert werden, indem die elektrische Anlage oder Maschine weiterhin nicht benutzt werden darf bis dieser Mangel vollständig beseitigt ist.

Arbeiten an aktiven Teilen
Unter § 6 und § 7 regelt die DGUV 3 das Arbeiten an aktiven Teilen. Als aktive Teile werden alle Teile bezeichnet, die unter Spannung stehen. Grundsätzlich gilt, dass an unter Spannung stehenden elektrischen Anlagen und Maschinen nicht gearbeitet werden darf. Eingefordert wird nach DGUV 3 der spannungsfreie Zustand, bevor mit den Arbeiten begonnen wird. Dieser Zustand muss so lange eingehalten werden können, bis die Arbeiten fertig gestellt sind. Die DGUV Vorschrift 3 gilt auch dann, wenn sich in der Nähe der Arbeiten aktive Teile befinden und nicht sichergestellt werden kann, dass diese nicht berührt werden. Die benachbarten Teile müssen abgedeckt oder isoliert werden können, so dass die Arbeiten diese keinesfalls berühren. Kann das nicht erreicht werden, ist auch bei benachbarten Teilen der spannungsfreie Zustand herzustellen.

Zulässige Abweichungen nach DGUV V3
Die DGUV lässt auch Abweichungen von den genannten Regeln zu den Arbeiten an aktiven Teilen zu. Laut DGUV Vorschrift 3 muss kein spannungsfreier Zustand erreicht werden, wenn eine Gefährdung der Körperdurchströmung und Lichtbogenbildung ausgeschlossen werden kann. In manchen Fällen ist der spannungsfreie Zustand nicht zu erreichen. Werden die Arbeiten von einer Fachkraft ausgeführt, die für die Arbeiten an aktiven Teilen ausgebildet ist, ist dies zulässig. Außerdem kann der Unternehmen Sicherheitsmaßnahmen anderer Art ergreifen, die das Arbeiten an aktiven Teilen zulässig macht. So könnte der Unternehmer beispielsweise zuvor einen Teil der Büros räumen lassen, die in den Gefahrenbereich fallen. Eine Gefährdung der Gesundheit der Mitarbeiter ist dann im Prinzip ausgeschlossen.

Wie und wann wird die Einhaltung der Grundsätze überprüft?
Zunächst einmal ist nach DGUV 3 der Unternehmer selbst für die Überprüfung zuständig. Das heißt, er muss selbst sicherstellen, dass die elektrischen Anlagen und Maschinen regelmäßig ordnungsgemäß geprüft werden und der DGUV Vorschrift 3 entsprechen. Grundsätzlich gilt das immer dann, bevor eine neue Maschine in Betrieb genommen wird oder wenn eine bereits bestehende elektrische Anlage oder Maschine geändert wurde und nun neu in Betrieb genommen wird. Das alles muss unter Aufsicht einer Elektrofachkraft passieren. Zusätzlich sind bestimmte Zeitabstände vorgesehen, in denen der Unternehmer zur Überprüfung der DGUV 3 verpflichtet ist.

Bei der Prüfung hat der Unternehmer immer die elektrotechnischen Regeln (VDE-Regeln) zu beachten. Die Berufsgenossenschaft kann zudem ein Prüfbuch anfordern, in dem das Unternehmen die einzelnen Prüfschritte der Maschinen und Anlagen genau darlegen muss. Ohne Elektrofachpersonal, das bereits Erfahrung mit der Einhaltung der DGUV 3 hat, ist es allerdings verhältnismäßig schwierig, das Prüfprotokoll fehlerfrei führen. Zudem hängt auch von der Unternehmensgröße sehr stark ab, wie schwierig oder einfach die DGUV Vorschrift 3 eingehalten werden kann.

Ein Verstoß gegen die UVV gilt als Ordnungswidrigkeit. Geldstrafen für erhöhte Gefahren oder Nachlässigkeiten bei der Prüfung der Einhaltung der DGUV Vorschrift 3 werden geahndet und sind unter § 3, § 5, Abs. 1 bis 3 und § 6 und 7 des SGB VII geregelt.

 

 

DGUV V3

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